Flaming Star Klaus Blöcker hat es geschafft

Einige Vorstandsmitglieder des FIRES EPILEPSIE Kinderhilfsnetzwerk e. V. mit Klaus Blöcker (links),  Thomas Quint (6.v. links), Facharzt Dr. Andreas von Baalen (5.v.links), betroffenen Eltern und Unterstützern der Flaming Stars.  Foto: Ralf Seiler.

Ein wenig Erleichterung bei Betroffenen und Unterstützern: Was im August 2017 mit einem Zeitungsbericht über den schwerkranken und zwischenzeitlich leider verstorbenen Jungen Michelangelo begann, endet vorerst mit der erfolgreichen Gründung des FIRES EPILEPSIE Kinderhilfsnetzwerk e. V..

Eine Gruppe von Flaming Stars & Freunden leisteten Starthilfe bei der Gründung des Vereins. Denn seit ihrer Gründung vor 15 Jahren engagieren sich die Motorrad fahrenden Feuerwehrleute in diversen sozialen Bereichen. Sehr engagiert nahm sich Flaming Star Klaus Blöcker (61), der Sache an. „Von meinem ursprünglichen Gedanken, dem Hilfsnetzwerk etwas finanzielle Starthilfe zu geben, musste ich mich leider schnell verabschieden“, sagte Blöcker.

Teilnehmer am Unterstützungs-Auftakttermin 2017 in Kiel. Foto: Paesler

„Wir Flaming Stars haben nicht die Möglichkeit und nicht die Mittel derartiges aufzubauen. Wir haben uns gemeinsam entschieden, beim Anschub zu helfen, soweit wir es denn können“, sagte Thomas Quint, Landesleiter der Flaming Stars Schleswig-Holstein, anlässlich eines Pressegespräches im September 2018.

Blöcker arbeitete sich in die Materie des Krankheitsbildes ein und ist inzwischen eine tragende Säule des FIRES-EPILEPSIE Kinderhilfsnetzwerks geworden. Er baute Kontakte mit Angehörigen betroffener Kinder ebenso auf wie mit dem Facharzt Dr. Andreas von Baalen, vom Uniklinikum in Kiel, einem der wenigen Spezialisten in Europa.

Mit Erstaunen habe ich dabei festgestellt, dass es für an FIRES erkrankte Kinder und deren Eltern weder einen Verein, einen Hilfsfonds ja nicht einmal eine Datenbank für die Betroffenen und die behandelnden Mediziner gibt“, sagte Klaus Blöcker.

 

Auch mit dem Kieler Oberbürgermeister Dr.Ulf Kämpfer fand ein Informationsgespräch statt.  Foto: wst

Viele Institutionen und Personen habe er angeschrieben oder angesprochen und um Unterstützung gebeten – dabei so gut wie keine Rückläufer erhalten. Da habe er sich die Frage gestellt: „Kopf einziehen und abhauen oder weiter nach Unterstützern suchen?“ Sein soziales Gewissen und seine Hartnäckigkeit haben gesiegt. Inzwischen ist der Verein gegründet und Blöcker deren 2.Vorsitzender geworden.

Auch der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein habe die Aktion unterstützt und längere Zeit einen Zeitungsbeitrag der Kieler Nachrichten auf seiner Facebook-Seite platziert. „Das war eine anerkennende und motivierende Unterstützung“, sagt Blöcker. Zwischenzeitlich ist sogar ein Kontakt zum Landes-Feuerwehrarzt Dr. med. Stefan Paulutat zustande gekommen.

Klaus Blöcker ist seit 45 Jahren aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gönnebek, Kreis Segeberg.  Im Jahr 2011 hat er sich ein Motorrad gekauft und sich gleich den FLAMING STARS Schleswig-Holstein (FSSH), der Interessengemeinschaft Motorrad fahrender Feuerwehrleute, angeschlossen. Seit 2016 leitet er dort die Sektion Kreis Segeberg.

  • FIRES EPILEPSIE ist eine epileptische Enzephalopathie im Kindes- und Jugendalter, bei der zuvor gesunde Kinder einige Tage nach einem unspezifischen fieberhaften Infekt epileptische Anfälle entwickeln, die nach kurzer Zeit in einen Status Epilepticus – dies sind nicht zu durchbrechende Krampfserien – übergehen.  (Text: wst)

Zur Internetseite FIRES EPILEPSIE    hier

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